Der Nürnberger Christkindlesmarkt gehört zu den ältesten und berühmtesten Weihnachtsmärkten der Welt. Jedes Jahr kommen rund zwei Millionen Besucher, um zwischen rot-weiß gestreiften Buden zu bummeln, unter der gotischen Frauenkirche Glühwein zu trinken und Lebkuchen zu probieren, der hier seit über 600 Jahren gebacken wird.
Wir haben schon viele Gruppen im Dezember nach Nürnberg begleitet. In diesem Ratgeber teilen wir, was wir unseren Gästen sagen: wann Sie kommen sollten, was Sie essen, welche Souvenirs echt sind und wie Sie den Markt ohne Gedränge genießen.
In diesem Ratgeber
- Wann ist der Christkindlesmarkt geöffnet?
- Eine kurze Geschichte
- Lage und Anreise
- Was Sie essen und trinken sollten
- Souvenirs, die sich lohnen
- Tipps gegen den Andrang
- Ein perfekter Tag auf dem Christkindlesmarkt
- Übernachten in Nürnberg
- Nürnberg mit EuroSky Tours erleben
Wann ist der Christkindlesmarkt geöffnet?
Der Markt öffnet traditionell am Freitag vor dem ersten Advent und schließt am 24. Dezember gegen 14 Uhr. Meist ist er täglich von etwa 10 bis 21 Uhr geöffnet. Die genauen Termine veröffentlicht die Stadt Nürnberg jedes Jahr; prüfen Sie sie vor der Buchung.
Ein Höhepunkt ist die Eröffnung: Am ersten Abend spricht das Christkind, eine junge Frau, die alle zwei Jahre gewählt wird, vom Balkon der Frauenkirche den traditionellen Prolog, und Tausende hören still zu.
Planen Sie Ihren Besuch möglichst in den ersten beiden Dezemberwochen. Dann ist es meist kalt und trocken, alles ist geschmückt, und es ist ruhiger als in der letzten Woche vor Weihnachten.

Eine kurze Geschichte
Die ersten schriftlichen Zeugnisse eines Weihnachtsmarkts in Nürnberg stammen aus dem 17. Jahrhundert, und Lebkuchen wurde schon im Mittelalter gebacken, als Nürnberg ein reiches Handelszentrum für Gewürze war. Der Name kommt vom Christkind, das in Süddeutschland die Geschenke bringt.
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Altstadt sorgfältig wieder aufgebaut, und der Markt wurde zum Symbol des Neuanfangs. Heute stehen rund 180 Holzbuden auf dem Platz, und noch immer achtet ein Gremium darauf, dass nur traditionelle Waren verkauft werden.
Lage und Anreise
Der Hauptmarkt liegt mitten in der Altstadt, zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof. Ganz in der Nähe gibt es die Kinderweihnacht am Hans-Sachs-Platz und den Markt der Partnerstädte mit Spezialitäten aus aller Welt.
Mit dem ICE ist Nürnberg schnell erreichbar: etwa eine Stunde ab München, zwei ab Frankfurt und drei ab Berlin. Mit dem Auto in die Altstadt zu fahren ist im Dezember nicht zu empfehlen.
Was Sie essen und trinken sollten
Das Essen ist die halbe Freude. Die meisten Buden bieten kleine Portionen zum Stehen an, so können Sie vieles probieren.
- Drei im Weggla: drei Nürnberger Rostbratwürstchen im Brötchen
- Lebkuchen: am besten von den traditionellen Bäckereien
- Glühwein in der Markttasse; gegen Pfand, die Tasse dürfen Sie behalten
- Feuerzangenbowle mit brennendem, rumgetränktem Zuckerhut
- Kinderpunsch ohne Alkohol für Kinder und Fahrer
Souvenirs, die sich lohnen
Auf dem Christkindlesmarkt gelten strenge Regeln: Verkauft werden darf nur traditioneller Weihnachtsschmuck, Plastik ist verboten. Deshalb finden Sie hier echtes Handwerk.
- Nürnberger Zwetschgenmännle aus Trockenobst
- Geschnitzte Krippenfiguren und Nussknacker
- Christbaumkugeln aus Glas, Strohsterne und Bienenwachskerzen
- Lebkuchen in Dosen, die gut in den Koffer passen
Tipps gegen den Andrang
Am Wochenende, besonders samstags am Nachmittag, ist es sehr voll. Kommen Sie wenn möglich werktags am Vormittag oder nach 19 Uhr, wenn die Tagesgäste weg sind und die Lichter am schönsten leuchten.
Mit der Altstadt verbinden
Nutzen Sie ruhige Stunden für den Aufstieg zur Kaiserburg oder einen Besuch im Albrecht-Dürer-Haus. Am schönsten ist der Markt, wenn Sie in der Dämmerung von der Burg herunterkommen.
Warm anziehen
Im Dezember ist es oft um 0 °C. Warme Schuhe, Handschuhe und Mütze machen lange Abende angenehmer.
Ein perfekter Tag auf dem Christkindlesmarkt
Beginnen Sie gegen 10 Uhr mit Kaffee und Stollen, während die Buden öffnen und der Platz noch ruhig ist. Gehen Sie hinauf zur Kaiserburg und durch die Altstadtgassen zurück zum Mittagessen: Drei im Weggla und ein heißer Punsch.
Am Nachmittag besuchen Sie die Kinderweihnacht und den Markt der Partnerstädte oder wärmen sich im Germanischen Nationalmuseum auf. Wenn es gegen 16.30 Uhr dunkel wird, kehren Sie zum Hauptmarkt zurück: Die Lichter gehen an, Bläser spielen vom Balkon der Frauenkirche, und der Markt ist am schönsten. Zum Abendessen geht es in eine traditionelle Bratwurstküche nahe St. Sebald.
Übernachten in Nürnberg
Wohnen Sie innerhalb der Stadtmauer oder nahe dem Hauptbahnhof, dann ist alles zu Fuß erreichbar. Hotels sind an Dezemberwochenenden früh ausgebucht; buchen Sie am besten im Sommer. Viele Gäste verbinden Nürnberg mit Rothenburg, Bamberg und Dresden.
Nürnberg mit EuroSky Tours erleben
Unsere sechstägige Weihnachtsmarkt-Reise verbindet den Christkindlesmarkt mit Rothenburg, Bamberg und dem Dresdner Striezelmarkt, mit zentralen Hotels, Lebkuchenprobe und deutsch-, englisch- oder vietnamesischsprachiger Reiseleitung. Lesen Sie auch unseren Ratgeber zu den deutschen Weihnachtsmärkten.
Häufige Fragen
Kostet der Christkindlesmarkt Eintritt?
Nein, der Eintritt ist frei. Sie zahlen nur Essen, Getränke, Souvenirs und ein kleines Tassenpfand.
Wie viel Zeit brauche ich?
Für den Hauptmarkt reicht ein halber Tag. Mit Burg und Altstadt planen Sie einen ganzen Tag.
Kann ich mit Karte zahlen?
Manche Buden nehmen Karten, viele bevorzugen Bargeld. Nehmen Sie 50 bis 100 Euro in kleinen Scheinen mit.
Ist der Markt kinderfreundlich?
Ja. Die Kinderweihnacht hat Karussell, Dampfeisenbahn und Bastelstuben.
Möchten Sie den Christkindlesmarkt ohne Sorgen um Tickets, Hotels und Anreise erleben? Schreiben Sie uns, Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein kostenloses Angebot.
